Wer hat den Heizpilz erfunden?

Wer hat den Heizpilz erfunden?
Wer hat den Heizpilz erfunden?

Nachdem Anfang 2008 das Passivraucherschutzgesetz in Kraft getreten war, spross in den Straßen der Städte und auch auf dem Land vor den Gaststätten, Restaurants und Cafés vermehrt eine neue Pilzart aus dem Boden – der Heizpilz. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten nur wenige Gastro-Betreiber sich über die Anschaffung von einem Heizstrahler für den Außen-Gastronomiebereich Gedanken gemacht. Denn ihre Gäste dürften ja in den Gastro-Räumen rauchen.

Die ersten Heizpilze, die aufgestellt wurden in den deutschen Fußgängerzonen und Biergärten wurden in der Anfangszeit häufig mit gasbetriebenen Laternen verwechselt. Dabei geben die Heizpilze kein Licht ab, sondern Wärme.

Moderne Version des Schwedenfeuers

enders-rondo-ambienteDoch woher kommt diese neue Pilzart, die beim Sitzen draußen nicht nur für Raucher wärmespendend ist, sondern auch für andere Gäste, die gerne auch an einem lauen Sommerabend gerne vor dem Restaurant speisen an den dort aufgestellten Tischen und nicht in den dann meist aufgeheizten Innenräumen? Interessanterweise ist der Heizpilz mal keine deutsche Erfindung, sondern eine Erfindung aus dem kalten Schweden. Und zwar handelt es sich beim Heizpilz um eine moderne und praktische, sichere und überall – auch auf der Straße bzw. auf Gehwegen und vor Gastro-Betrieben – nutzbare Version des Schwedenfeuers.

Denn einfach so einen in der Mitte eingeschnittenen Baumstamm darf man natürlich auch in den Innenstädten schwedischer Städte einfach so entfachen. Zudem ist in Schweden das Heizen mit Propangas weit verbreitet und das Besorgen von Nachfüllflaschen für die Heizpilze daher kein großes Problem. Die Schweden produzieren bis heute sehr sparsame, robuste und vor Minimalismus strotzende Heizpilz-Lösungen. Wer den Heizpilz in Schweden einst erfunden hatte, das ist nicht bekannt. Tatsache ist aber, die Schweden verstehen ihr Handwerk und vor allem verstehen sie es, dass man an kalten Tagen auch im Freien sitzend nicht frieren muss.

Der erste Heizpilz in Deutschland

Den ersten Heizpilz, den es in Berlin gab, brauchte der Berliner Taxifahrer Christian Schulz im Jahr 2000 aus seinem Schweden-Urlaub mit. Entdeckt hatte er die Heizpilze damals in einer Fußgängerzone an seinem schwedischen Urlaubsort. Dort gilt schon seit Anfang 2005 ein Rauchverbot im öffentlichen Raum, also auch im Gastro-Innenbereich. Heizpilz heißen die Konstruktionen in Schweden natürlich nicht. Dieser Begriff ist eine Namenserfindung von Christian Schulz. Dieser ließ sich den Namen „Heizpilz“ dann auch gleich schützen.

Andere Hersteller bzw. Vertreiber müssen diese Geräte entsprechend Heizstrahler oder Terrassenstrahler nennen. Nur Christian Schulz darf seine heute aus Tawain stammenden Heizpilze auch unter dieser Bezeichnung anbieten.

Im Gastro- und im Privatbereich beliebt

Schnell erweckte diese mit Gas betriebene laternenähnliche Konstruktion, die Wärme abgibt, die Aufmerksamkeit von Gastro-Betrieben. Auf diese Weise fand der Heizpilz schnell in ganz Deutschland Verbreitung. Grund dafür sind einige wesentliche Punkte, wie

  • eine hohe Flexibilität der Geräte im Bezug auf den Standort
  • relativ kostengünstige Anschaffungspreise
  • eine gute Heizleistung
  • keine lange Anlaufgeschwindigkeit
  • eine gute Wärmeverteilung
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