Was für einen Druckminderer bei einem Heizpilz?

Heizpilze werden auch Terrassenstrahler genannt und kommen beispielsweise auf Gartenpartys zum Einsatz. Damit der Heizpilz die gewünschte Wärme erzeugen kann, benötigt er Gas. Die Gasflasche ist in den Sockel des Heizstrahlers integriert.

Durch den Schlauch wird das Propangas aus der Flasche nach oben geleitet, wo es per Knopfdruck durch einen Piezo-Zünder entflammt wird. Ein Heizpilz funktioniert quasi wie ein konventioneller Gasherd.

Heizpilz sicher benutzen

Was für einen Druckminderer bei einem Heizpilz?
Was für einen Druckminderer bei einem Heizpilz?

Bei der Auswahl eines Heizpilzes muss berücksichtigt werden, dass nur die Produkte den Sicherheitsbestimmungen in Deutschland gerecht werden, die nach deutscher Bauart hergestellt wurden. Diese Heizpilze sind an einem DE-Zeichen, welches auf der Verpackung und zusätzlich am Heizpilz angebracht ist, zu erkennen. Heizpilze aus deutscher Produktion tragen des Weiteren ein vierstelliges CE-Zeichen.

Flüssiggasgeräte arbeiten in Deutschland mit einem Druck von 50 Millibar. In anderen Ländern dagegen ist ein Druck von 28 bis 37 Millibar üblich, da es bisher keine europäische Norm gibt.

Wird ein Heizpilz mit einem Betriebsdruck von beispielsweise 28 Millibar mit einem 50-Millibar-Druckminderer benutzt, ist die Heizleistung des Gerätes viel zu hoch und durch die Überhitzung entsteht eine akute Gefahrensituation für den Heizpilz.

Die meisten Heizpilze aus deutscher Herstellung sind bereits mit einem geeigneten Druckminderer ausgestattet. Geräte aus ausländischer Produktion dagegen müssen mit einem geeigneten Druckminderer nachgerüstet werden.

Aufgabe, Aufbau und Funktionsweise von Druckminderen

Gastro Commerical aus Edelstahl von EndersDruckminderer werden auch Reduzierventil oder Druckminderungsventil genannt. Sie wurden speziell zur Integration in Leitungs- und Schlauchsysteme konzipiert. Durch den Einbau eines Druckminderers in einen Heizpilz wird sichergestellt, dass trotz unterschiedlicher Eingangsdrücke ein maximaler Ausgangsdruck nicht überschritten wird. Um einen Heizpilz mit einem Druckminderer auszustatten, wird das Druckminderungsventil direkt an der Gasflaschenarmatur angeschlossen. Die konkrete Aufgabe des Druckminderers ist es, den Eingangsdruck von Flüssiggasflaschen von 10 bar auf einen geeigneten Ausgangsdruck zu reduzieren. Die Integration des Druckminderers gestattet außerdem die Benutzung von Schlauchleitungen aus Gummi, die ansonsten bei vollem Flaschendruck sofort zerplatzen würden. Wer einen Heizpilz mit einem Druckminderer nachrüsten möchte, sollte diesen unbedingt passend zum Betriebsdruck des Heizstrahlers auswählen. Die beiden wichtigsten Bauteile eines Druckminderers sind der Drucksensor und das Ventil, welches direkt an den Drucksensor gekoppelt ist.

Proportional zur Druckerhöhung auf der Eingangsseite wird das Ventil kontinuierlich weiter geschlossen, bis der maximale Ausgangsdruck erreicht ist. Ist der maximale Soll-Ausgangsdruck erreicht, sperrt der Druckminderer den weiteren Durchfluss vollständig.

Eine verunreinigte oder beschädigte Dichtung kann die Ursache dafür sein, dass sich beim Erreichen des Sollwertes, das Ventil nicht vollständig schließt. In diesem Fall kann es vorkommen, dass der Ausgangsdruck langsam auf einen so hohen Wert ansteigt, dass zum Ablassen ein Sicherheitsventil geöffnet wird.

Auswahl des Druckminderers

Bei der Auswahl eines Druckminderers für den Heizpilz sollten unbedingt folgende Kriterien berücksichtigt werden:

  • Betriebsdruck des Heizpilzes
  • Anschlussmöglichkeit (für Heizpilze aus ausländischer Herstellung ist häufig ein Adapter erforderlich)
  • Verarbeitungsqualität
  • Anschlussgröße
  • verständliche Einbauanleitung
  • Ersatzteilangebot des Herstellers
www.heizstrahler-direkt.de

Check Also

Wie heiß wird eine Infrarotheizung?

Wie heiß wird eine Infrarotheizung?

Um die Frage nach der maximalen Temperatur einer Infrarotheizung fachgerecht zu beantworten, müssen grundsätzlich zwei …